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Datenvolumen

Seit ich Ende November meinen DSL Anbieter gewechselt habe, damit dann erstmal 4-5MBit/s und Ende Januar dann endlich auch eine 50MBit/s VDSL Leitung bekommen habe sehe ich mir auch näher an wie viel Datenvolumen ich verbrauche.
mrtg Netzwerkauslastung 1 WocheHintergrund ist, dass die Telekom vor anderthalb Jahren auch im Festnetz Volumengrenzen einführen wollte nach der man gedrosselt wird. Davon sind sie schnell abgekommen und kein Anbieter hat soetwas noch im Programm. Nur O2 drosselt wenn zu viel Volumen verbraucht wird. Angekündigt wurde es direkt nachdem die Telekom das machen wollte, mittlerweile soll es auch umgesetzt werden.
Zwar bin ich nicht bei O2 aber es interessiert mich ja schon ob ich an das Limit stossen würde oder ob die Grenzen wirklich so weit gefasst sind und das für normale Menschen egal ist wie O2 das im Marketingsprech formuliert. Denn wenn ein Anbieter damit durchkommt ziehen andere vielleicht doch nach. Hier läuft kein Rechner der ständig Downloads macht aber seit ich das FireTV habe schaue ich Filme und Serien fast nur noch darüber. Es läuft dann wann ich es will, ohne Werbung und bei Prime oder Netflix finde ich immer etwas für meinen Geschmack (zugegeben, bei Netflix findet man nichts wirklich zufällig, man muss gezielt suchen).

Das Ergebnis:

MonatLeitungVolumen
Dezember 2014~5MBit/s143.194MB
Januar 20152,5 Wochen 4-5MBit/s
1,5Wochen 50MBit/s
127.254MB
+377.944MB
=505.198MB
Februar 201550MBit/s794.776MB

Und das praktisch nur mit Streaming, was in SD Qualität ~1-1,5MBit/s benötigt, in 720p ~3,5MBit/s und in 1080p knapp 11MBit/s. Mit einer 6MBit/s Leitung und 720p Stream bleibe ich also innerhalb der 300GB, aber die Drossel gibt es nur bei den 16 und 50MBit Anschlüssen; beim 100’er wird bei 500GB gedrosselt. Und schon beim 16’er Anschluss würde das FireTV wie wohl jede Box den 1080p Stream abspielen. Und damit liegt man ganz schnell weit über den 300GB und darf nach drei Monaten Überschreitung mit 2MBit vorlieb nehmen. Damit läuft nichteinmal Youtube flüssig, das durfte ich lange genug erfahren bis hier VDSL ausgerüstet wurde.
Zum surfen und etwas E-Mail reichen die 300GB wirklich aus aber schon beim streamen ist man praktisch sicher drüber. Wenn man nicht die einzige Person ist die im Haushalt streamt sowieso. Im Februar, dem kürzesten Monat, habe ich die 300GB mit knapp 800GB um mehr als das Doppelte überschritten. In langen Monaten dürfte 1TB realistisch sein.
Also: nicht den Marketingzahlen glauben und nicht zu einem Anbieter mit Drossel gehen. Für viel Datenvolumen muss man heutzutage keine illegalen Downloads herunterladen, legales Videostreaming reicht völlig aus.

Netzneutralität

Hier zeigt sich aber auch wieder wie wichtig Netzneutralität ist: Würden doch Tarife eingeführt werden die irgendwann drosseln oder auch nur bestimmte Dienste wie Streaming einschränken, dies aber für bestimmte Anbieter nicht tun — sei es weil dieser dafür bezahlt oder weil es der “eigene” ist wie Entertain — würden diese Dienste natürlich bevorzugt werden und andere benachteiligt. Wenn mir das Angebot von Netflix besser gefällt als das von Watchever würde ich vielleicht trotzdem zu Watchever gehen wenn deren Streams nicht gedrosselt oder nicht auf mein kostbares Datenvolumen gezählt werden (beide Dienste nur als Beispiel, gilt andersrum oder mit ganz anderen Diensten genauso).
Video passt zu meinem Beispiel bzw. meiner Nutzung, wenn es ohne Netzneutralität aber normal wird, dass der Anbieter bezahlt statt der Nachfrager (der Kunde, du und ich) wird es gefährlich. Dass mein Blog dann vielleicht nur langsamer erreichbar ist, ist sicher zu verschmerzen, wenn aber eine unabhängige Nachrichtenquelle schlechter erreichbar ist als die Bild weil der Springer Verlag mehr Geld hat wird es gefährlich.

Datenvolumen überwachen einer Fritzbox mit Raspberry Pi

Die Fritzbox hat so ein Diagramm mit der aktuellen Netzwerkauslastung. Hübsch gemacht aber es zeigt immer nur die aktuellen paar Minuten, nicht dauerhaftes.
Leider spricht die Fritzbox kein SNMP, sonst gäbe es drölfdutzend Lösungen die Daten aufzuzeichnen. Die Suchmaschine der Wahl liefert aber sehr schell mit upnp2mrtg eine Lösung. Denn die Daten lassen sich mit TR-64 via UPnP abfragen, upnp2mrtg tut dies und übergibt die Daten an mrtg, ein eigentlich nicht mehr aktuelles Tool aber es tut seinen Dienst. Eingerichtet habe ich es wie dokumentiert auf meinem Raspberry Pi, der läuft ja eh ständig.
Zumindest mit dem aktuellen FritzOS 6.20 funktioniert upnp2mrtg aber nicht sofort, die Lösung habe ich hier gefunden, man muss Zeile 71 anpassen, im URL sind drei Zeichen hinzugekommen.


Aus
echo “POST /upnp/control/$4 HTTP/1.0
wird
echo “POST /igdupnp/control/$4 HTTP/1.0

Das Ergebnis sind dann Graphen für Tag, Woche, Monat und Jahr die mrtg-typisch nicht hübsch sind aber zeigen was sie sollen:

mrtg Graph fritzbox

Gespeichert wird momentan auf die SD-Karte was mittelfristig ein Problem sein könnte. Zwar habe ich eine Festplatte angeschlossen aber die würde sich dann wohl nicht mehr abschalten. Tricky. Und eigentlich hätte ich auch gern etwas mit rrdtool statt mrtg, vielleicht lässt sich da mit Cacti noch etwas machen.

Spieleklasiker im Browser

Da freut sich das Spielerherz, zumindest wenn man nicht erst gestern aus dem Ei geschlüpft ist!
Vorgestern hat das Internet Archiv archive.org eine kleine Bombe fallen lassen und unter Software Library: MS-DOS Games satte 2310 alt MS-DOS Spiele freigeschaltet. Man kann sie alle spielen, direkt im Browser.

Offiziell ist das Angebot noch Beta und je nach Spiel merkt man das auch, mal funktioniert der Ton nicht richtig oder das Spiel ist troz der Emulation im Browser (es wird im Browser eine MS-DOS Emulation gestartet in der das Spiel startet) viel zu schnell.
Aber es funktioniert und das sogar auf meinem ARM basierten Android Tablet im Browser:

Im Angebot sind Perlen wie Maniac Mansion, Zak McKracken and the Alien Mindbenders, Duke Nukem 3D Mania, Lemmings 2, Test Drive III oder The Games – Summer Edition.
Die Menge ist wirklich gewaltig und unüberschaubar, guck einfach selbst mal und kommentier doch deine Perlen smile.

fireTV: mein erster Eindruck

Gestern ist bei ziemlich trübem Wetter gut eine Woche früher als geplant mein bestelltes Amazon fireTV angekommen:

Zeit für einen ersten Eindruck:

Die Kiste ist klein. Nicht ganz so gross wie eine CD und etwa so hoch wie anderthalb CD-Hüllen.
Zur Installation steckt man das HDMI Kabel in die Box und Fernseher und steckt den Stecker rein. Optional auch ein Netzwerkkabel, ansonsten sucht es selbstständig nach WLANs und möchte so ins internet. Ohne geht gar nichts, aber dafür ist die Kiste schliesslich da. Als erstes sucht die Box dann nach einem Softwareupdate, lädt es runter und installiert es. Das kann man nicht verhindern und verschieben. Bei meinem 2MBit DorfDSL dauert das herunterladen über eine halbe Stunde und die Kiste gibt auch den Hinweis, dass es länger dauert als normal und man seine Internetverbindung prüfen sollte. Tschuldigung Amazon, bis vor gut einem Monat galt das in Deutschland offiziell sogar noch als Breitbandverbindung normal
Ist das Update installiert startet automatisch ein Erklärvideo das man wohl als Rentnertauglich bezeichnen kann, es ist definitiv für Leute gemacht die mit dem ganzen Technikkram nichts zu tun haben. Das Gerät ist schon auf den Amazon Account über den man bestellt hat konfiguriert (es sei denn, man hat es als Geschenk markiert), fragt dann aber noch einmal nach ob dieser Account verwendet werden soll oder ein anderer. Kurz bestätigt und man landet auf der Oberfläche.
Die ist natürlich auf das Amazon Streamingangebot ausgelegt, unter dem Punkt “Startseite” folgen Prime Video, Filme, Serien, Watchliste und Bibliothek, darunter Spiele und Apps. Bei den Apps findet man dann z.B. die Mediatheken von ARD und ZDF und später auch maxdome und Netflix. Das fireTV kann ja nicht nur Amazons Angebot nutzen sondern über die Apps auch andere Anbieter. Die bekommen natürlich keine Punkte im Hauptmenü, aber ein grosser Beinbruch ist das auch nicht. Der erwähnte Punkt “Startseite” führt die zuletzt genutzen Programme und Inhalte auf, nutzt man Netflix ist das da natürlich der erste Punkt und schnell aufgerufen.

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Sitzungen aus dem Flensburger Rathaus live im Internet

Flensburg

Das nenn ich mal spannend und sehr Lobenswert:

In Zukunft sollen alle Ratsversammlungen und Ausschusssitzunge live im Internet gestreamt werden berichtet der SHZ.
Gespeichert werden soll nicht “in der Cloud” sondern auf Servern im Rathaus. Und nach 5 Jahren sollen die Aufzeichnungen gelöscht werden. In der Printversion des Artikels steht auch noch, dass das Streamen via Youtube erfolgen soll.

Eine sehr gute Sache, nur dass die Aufzeichnungen wirklich weg sind wenn man sie von den Servern der Verwaltung löscht ist etwas naiv und als Bürger würde ich mir sowieso wünschen, dass Entscheidungen nicht nur für eine Legislaturperiode nachvollziehbar sind.